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Grasskifahren

Der etwas andere Bergsport

Skifahrer auf grünen Hügeln? Ein seltsamer Anblick, doch es funktioniert. Schnallt man sich passende Geräte unter die Füße, so kann man auch im Sommer auf der Wiese Skifahren. Seit den 1960er und 1970 Jahren hat sich die ungewöhnliche Sportart eine nicht zu vernachlässigende Fangemeinde aufgebaut, und das nicht nur in Mitteleuropa. Wie man auf die Sportart kam, wie es geht und wer es überhaupt macht, damit haben wir uns beschäftigt.

Wie der Grasski erfunden wurde

Schon 1883 wurde in Österreich ein Rollskischuh zum Patent angemeldet, doch die Erfindung fand kaum Gehör. Erst 1960 wurde wieder ein Grasski entworfen, mit der Absicht, Alpinskifahrern auch in der schneefreien Zeit eine Trainingsmöglichkeit zu geben. 1978 wurde Grasskifahren zur anerkannten Sportart und erhielt ein eigenes Referat im Österreichischen Skiverband. Von Mitteleuropa aus wurde die Sportart auch in Westeuropa, Asien, Australien sowie in der Türkei und im Iran populär. 1971 gab es erstmals einen Grasski-Europacup, seit 1979 misst man sich alle zwei Jahre bei den Weltmeisterschaften.

Wie sieht so ein Grasski aus?

Beim Grasskifahren gleitet man nicht, sondern es wird gerollt. Trotzdem zählt die Sportart nicht zu den Rollsportarten. Die Ski sind auf einer Technik aufgebaut, die der von Kettenfahrzeugen ähnelt. Man steht auf einer Laufschiene, über die mit Hilfe von Rollelementen der sogenannte Belag – ein Gurt mit Gleitelementen – läuft. Mit einer maximalen Länge von ca. 100 cm, in der Regel fährt man auf 85 cm, sind die Grasski auch kürzer als Alpinski.

Die Technik – wie funktioniert‘s?

Alpenlandschaft im Sommer

Skifahren auf der grünen Wiese

Auf Grasski steht man ähnlich wie auf Alpinski. Dennoch fährt es sich etwas anders. Abschwingen funktioniert auf Grasski nicht, ebenso wenig wie der Pflug zum Bremsen. Gefahren wird auf der Kante, um die Kurve geht es wie beim Winter Skifahren mit Gewichtsverlagerung. Je mehr man reindrückt, desto kleiner wird der Radius. Profi-Fahrer können Geschwindigkeiten von bis zu 100 km/h erreichen.

Grasski Trainingsanlagen in Österreich

Grasskifahren ist auf eigens reservierten Hängen möglich, hinauf kommt man wie im Winter mit dem Lift. In Österreich findet man Trainingsanlagen in Aschau im Zillertal/Tirol, in Bad Tatzmannsdorf/Rettenbach (Burgenland), in Gaal/Knittelfeld (Steiermark), in Kaprun in Salzburg bei den Maiskogelliften und in Schwarzenbach in Niederösterreich.

Disziplinen

Auf Grasski können die gleichen Disziplinen gefahren werden wie im alpinen Skilauf: Slalom, Riesenslalom, Super-G, Super-Kombination sowie manchmal Parallelbewerbe.

Vielleicht haben Sie eine neue Sommersportart gefunden, die Sie unbedingt ausprobieren möchten? So können Sie schon einmal üben für den Winter, wenn die Lifte in Sölden wieder geöffnet haben und das Skihotel Sölden Sie zum Urlaub begrüßt.

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